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"Gesprächsinsel" lädt zum Reden über Gott und die Welt

Jugendliche"Bin zwar aus der Kirche ausgetreten, aber..." so beginnen seit zwei Jahren viele der vertraulichen Gespräche. Anlässlich des zweijährigen Bestehens der "Gesprächsinsel" in der Wiener Innenstadt legte der Initiator und Leiter der niedrigschwelligen Anlaufstelle, Redemptoristen-Provinzial Pater Lorenz Voith CSsR, bei einem Pressegespräch am Donnerstag, 25. Oktober 2010, in Wien Zahlen vor, die die breite Streuung der insgesamt 3.500 Kontakte und Gespräche verdeutlichen.

Die 32 Ehrenamtlichen sowie drei Teilangestellten kamen an 440 öffnungstagen mit Menschen aus sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und Milieus und mit sehr vielfältigen "Kirchen-Vorerfahrungen" in Kontakt. Bei den meist etwa eine Stunde dauernden Gesprächen ging es sowohl um Glaubensfragen wie um private Probleme, um spirituelle Bedürfnisse wie um Abhängigkeit und Sucht, um Einsamkeit und Zukunftsängste.
Die geschulten freien Mitarbeiter - darunter Priester, Ordensleute und kirchliche Mitarbeiter, aber auch Juristen, ärzte und Therapeuten - agierten "niedrigschwellig, aber hochprofessionell", so Voith. Geredet wurde meist in den Räumlichkeiten der "Gesprächsinsel" im Schottenstift (1010 Wien, Freyung 6a), es gab aber auch gelegentliche "Aussenstellen" bei der Seniorenmesse in der Wiener Stadthalle oder bei "Kirche findet Donau-Stadt" heuer im Donauzentrum.

"Bin zwar ausgetreten, aber..."
Eine der ehrenamtlichen Seelsorgerinnen, Angela Simek-Hall, berichtete, dass viele Gespräche mit dem Satz "Ich bin zwar aus der Kirche ausgetreten, aber..." beginnen. Im Hintergrund stünden Ereignisse, die das Vertrauen in die Kirche erschüttert hätten - trotz fortbestehender religiöser Bindung. Ein verständnisvolles Gegenüber könne für diese Personen eine wichtige "neue" Kirchenerfahrung und womöglich "ein Schritt zurück" sein, so Simek-Hall.
Auch einige Missbrauchsfälle seien angesprochen worden - aber zwar nicht nur solche, die im kirchlichen Kontext passierten, berichtete die Seelsorgerin. Hier zeige sich, dass sich der jetzt viel offenere Umgang der Kirche mit diesem Thema eine stärkere Vertrauensbasis im Gespräch bewirke. Wichtig sei es, dass die Menschen Zuwendung spüren und damit eine Art Gotteserfahrung machen könnten. Ausserdem stelle sie fest, dass das öffentliche Angebot an kostengünstiger Psychotherapie zu gering sei; viele Menschen wüssten um ihre psychische Hilfsbedürftigkeit, könnten sich eine Therapie aber einfach nicht leisten.

Kirche agiert mit Fingerspitzengefühl
Vermittelt werde auch ein Kontakt zu adäquaten Beratungsstellen oder Sozialeinrichtungen, so die Seelsorgerin Schwester Hemma Jaschke. Martin Wiesauer von der Kategorialen Seelsorge betonte, dass niederschwellige Angebote wie das Projekt "Gesprächsinsel" weiter ausgebaut werden sollen. Seelsorger, die jetzt auch in Polizeianhaltezentren oder im Flüchtlingslager Traiskirchen wirken, seien Beispiele dafür, dass die Kirche in gesellschaftlichen Problemfeldern "mit Fingerspitzengefühl" präsent sein wolle.

Die "Gesprächsinsel" ist täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
(red/KAP)

Mehr auf http://www.erzdioezese-wien.at

 

"72 Stunden ohne Kompromiss" lang Werbung für die Gesprächsinsel

Vier engagierte Jugendliche aus einer Wiener Pfarre haben uns im Rahmen der österreichweiten Sozialaktion "72 Stunden ohne Kompromiss" dabei unterstützt, die Gesprächsinsel wieder ein bisschen bekannter zu machen.

Mehr auf http://www.72h.at/projekt-139/

Jugendliche

Jugendliche erklären Generalvikar Franz Schuster (4. v.l.) und seiner Assistentin (3. v.l.), mit welchen "Werbeaktionen" sie "72 Stunden" lang der Gesprächsinsel zu mehr Bekanntheit verhelfen wollen. (Foto: Wolfgang Paset, KJ-Wien)

 

Gesprächsinsel-Prospekte nachgedruckt: Jetzt bei uns anfordern!

Rechtzeitig zu Beginn der "dunkleren Jahreszeit" haben wir die Gesprächsinsel-Folder nachdrucken lassen. Bitte rufen Sie uns zu den öffnungszeiten an (0664/ 610 12 67) oder mailen Sie uns (gespraechsinsel[at]edw.or.at): Wir schicken die gewünschte Stückzahl gerne zu! Auch Plakate im Format A4 und A3 können bei uns bestellt werden.

Eine Download-Version der Prospekte finden Sie hier:

Pdf-datei INNEN | AUSSEN

Festakt zum "2. Geburtstag": Gesprächsinsel am 1.12.2010 geschlossen

Im Rahmen eines kleinen Festakts werden wir am 1.12.2010 nicht nur den 2. Geburtstag der Gesprächsinsel feiern, sondern auch den Einsatz unserer über 30 (zumeist ehrenamtlichen) MitarbeiterInnen würdigen, ohne die es die Gesprächsinsel so nicht geben würde! Die "Insel" bleibt deshalb an diesem Tag geschlossen. Wir bitten um Verständnis!

MitarbeiterInnen gesucht!

Auch wenn mittlerweile über 30 ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger zum Gespräch bereitstehen, kommt es hie und da zu Engpässen im Dienstplan - sowohl in der "Grippe"- als auch in der Urlaubszeit. Wenn Sie über Qualifikationen in der (seelsorglichen) Gesprächsführung verfügen, unser Konzept mittragen können und ein- oder mehrmals im Monat 3 Stunden zur Verfügung stellen möchten, melden Sie sich bitte direkt bei uns!
Senden Sie Ihren Lebenslauf und ein paar Zeilen zu Ihrer Motivation an gespraechsinsel[at]edw.or.at z.H. unseres Internen Leiters Paul Hösch. Nach einem persönlichen Gespräch können Sie umgehend unser Team verstärken!

Gesprächsinsel von Heiligabend bis Neujahr auf "Weihnachtsferien":

Von Freitag, 24.12.2010 bis einschliesslich Sonntag, 2.1.2011 macht die Gesprächsinsel "Weihnachtsferien". Ab Montag, 3.1.2011, 11 Uhr stehen wir wieder zu unseren regulären öffnungszeiten zur Verfügung.

Bitte beachten Sie unsere (seit Herbst 2009) leicht abgeänderten öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr; nach Vereinbarung auch bis 19 Uhr - bitte rufen Sie vorher an, wenn Sie zwischen 17 und 19 Uhr kommen möchten!

MitarbeiterInnen der Gespr?hsinsel Seit 1. Dezember 2008 in Betrieb

Am 1. Dezember 2008 fand unter zahlreicher Beteiligung der MitarbeiterInnen der Insel, VertreterInnen der Ordensgemeinschaften sowie anderer Einrichtungen der Erzdiözese Wien die Eröffnung der Gesprächsinsel im Prälatensaal des Schottenstiftes statt. Unter den Ehrengästen waren der Generalvikar der Erzdiözese Wien Msgr. Franz Schuster, Weihbischof Franz Scharl sowie der Generalsekretär der Superiorenkonferenz P. Erhard Rauch. Weiter ...