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Artikel in "Der Sonntag" (30. 11. 2008)


Vor acht Jahren hat der nunmehrige Redemptoristen-Provinzial Lorenz Voith CSsR mit anderen Ordensgemeinschaften die "Gesprächsoase" im Innsbrucker Redemptoristenkloster gegründet. Sie wurde mit den Jahren zu einem erfolgreichen und gesuchten pastoralen Ort. Voith: "Als ich vor drei Jahren als Provinzial nach Wien kam, dachte ich an eine ähnliche Gründung hier in Wien. Ich wusste, dass der verstorbene Bischofsvikar Anton Berger sich jahrelang darum mühte, eine solche pastorale Einrichtung in Wien zu schaffen - vergeblich." In vielen deutschen Städten gibt es schon seit Jahrzehnten diese "offenen Türen" der Kirche.

 

Voith: "In Zusammenarbeit mit der ,Kategorialen Seelsorge' in der Erzdiözese und dem Stadtvikariat Wien sowie der Österreichischen Superiorenkonferenz konnten wir die ,Gesprächsinsel' nach nunmehr zweijähriger Vorbereitungszeit entstehen lassen; die Männer-Orden und die Erzdiözese sind auch gemeinsam Träger der ,Insel'. Voith dankt allen Beteiligten, auch den Frauenorden und den Säkularinstituten, "für ihr engagiertes Mittun". Die "Gesprächsinsel" soll ein Ort werden, wo Menschen "Kirche erreichbar" erleben können, wo Seelsorger und Seelsorgerinnen sich Zeit für alle Fragen des Lebens nehmen: "dem Auf und dem Ab, den Sorgen und den Hoffnungen, den Ängsten, Krisen, aber auch der Frage nach Gott ..."


"Mit der Gesprächsinsel wird ein zeitgemäßes kategoriales Angebot der Kirche in der Großstadt Wien begonnen", sagt Martin Wiesauer, Geschäftsführer der "Kategorialen Seelsorge". Diese Form der Citypastoral sei "Ohr und Mund" für das Zuhören und Gespräch mit den Menschen dieser Stadt.


"Als Benediktineroblate freut mich besonders, dass die Gesprächsinsel ihre Heimat in einem Benediktinerstift gefunden hat. Überhaupt halte ich die Mitarbeit der vielen Institute des geweihten Lebens, die diese neue Einrichtung erst möglich macht, für eine ganz spannende Sache", betont Paul J. A. Hösch von der Jugendstelle. Seine "sehr einfache Hoffnung" für die Gesprächsinsel: "Dass wir uns Zeit nehmen können für die Menschen, die mit uns in Ruhe ins Gespräch kommen möchten - gar keine Selbstverständlichkeit in einer Welt des ,Tut mir leid, ich hab jetzt keine Zeit - Ich muss weiter zum nächsten Termin'."


"Haben Sie Zeit für mich, ich will reden" - aus der Pfarrseelsorge und aus der Geschiedenenpastoral weiß P. Michael Lidy CSsR um die Situation und um die Anfragen: "Gesprächspartner sein, da sein für Menschen, die reden, die gehört und wahrgenommen werden wollen - zählt zur besonderen Aufgabe in der gesellschaftlichen und pastoralen Gegebenheit. Dazu braucht es Orte, Zeiten und bereite Seelsorger und Seelsorgerinnen."


"Aus eigener Erfahrung" weiß Sr. Hemma Jaschke SSpS, "wie gut es tut, wenn ein Mensch da ist, der mir aktiv zuhört, mich so annimmt, wie ich bin. In einer solchen Begegnung darf ich etwas spüren von der Liebe und Fürsorge Gottes. Sie lockt in mir Kräfte hervor, die zum Leben drängen, und kann mir meinen Horizont weiten. Was mir selbst durch solche Begegnungen geschenkt wurde und wird, möchte ich auch andere erfahren lassen."


Für die Pastoraltheologin und Lebensberaterin Veronika Prüller-Jagenteufel ist das Motto der Gesprächsinsel "einfach reden". Sie weiß aus eigener Erfahrung und aus ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Beraterin und geistliche Begleiterin, "wie wichtig es ist, jemanden zum Reden zu haben." Oft sei es "schon hilfreich und heilsam, wenn man ein Problem oder eine Sorge aufmerksamen wohlwollenden offenen Ohren erzählen kann - oft klärt sich ja beim Erzählen schon, was der nächste Schritt ist." Prüller-Jagenteufel möchte gerne "ein solches offenes Ohr Menschen bieten, die in die Gesprächsinsel kommen."


"Gott umarmt uns durch die Wirklichkeit, in guten sowie auch in schlechten Zeiten", sagt Angela Simek-Hall, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Gesprächsinsel: "Menschen zu einer tieferen Erkenntnis dieser liebevollen Umarmung zu begleiten, ist eine der schönsten Aufgaben, die es gibt."


Ehrenamtlich bei der Gesprächsinsel ist auch Theresia Tomsich tätig: "Als Lebens-und Sozialberaterin zähle ich es zu meinen Aufgaben, für Menschen da zu sein, deren Leben durch unerwartete Veränderungen aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Ein Gespräch mit einem neutralen Gesprächspartner kann dann helfen, unterschiedliche Gesichtspunkte zu durchleuchten um wieder zu mehr Klarheit zu finden. Ich engagiere mich in der Gesprächsinsel, weil ich das Leben liebe."


"Meine Frau hat vor einem Jahr im ,Sonntag' gelesen, dass Ehrenamtliche für die Gesprächsinsel gesucht werden. Da habe ich mich gemeldet", erzählt Rudolf Tuppa. Der Lebens- und Sozialberater will nach Jahrzehnten in leitender Funktion in der Industrie "Zeit für Gespräche mit den Menschen" haben. Bei der Gesprächsinsel gehe es "um liebevolle Zuwendung und um ein Gut-Zuhören-Können". "Aus meiner Erfahrung in der Krankenhausseelsorge weiß ich, wie dankbar Menschen sind, wenn sie Gesprächspartner finden, denen sie kundtun können, was sie bedrückt, verunsichert oder erfreut. Auch ein vorübergehender Kontakt kann Erleichterung, Klärung, Zuversicht bringen", sagt Elisabeth Würth (Säkularinstitut Societas De Imitatione Christi): "Für solche Kontakte möchte ich mich in der Gesprächsinsel zur Verfügung stellen."

Wann und wo?

Gesprächsinsel: Freyung 6a, 1010 Wien.


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